Gedanken und Notizen während des Lesens
Bin zum letzten Update nur gerade mal 20 Seiten weiter und es war schon wieder mächtig was los. Dieses Buch macht mich fertig… Also folgendes: Bin in Band 2 Kapitel 2 (gegen Ende) und lese das „Das Haus war weiß getüncht, das Fachwerk rot angestrichen und die Fensterladen mit großen Muscheln und Blumen bemalt, aus […]
Da ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, mehr im literaturhistorischen Kontext zu lesen, ist der Grüne Heinrich die erste Aufgabe, die mir nach der Lektüre von Peter Carmenzind ins Haus geweht wurde. Hermann Hesse verweist in seinem Buch direkt auf den Grünen Heinrich.
»Die wahre Poesie kündet sich dadurch an, daß sie, als ein weltliches Evangelium, durch innere Heiterkeit, durch äußeres Behagen, uns von den irdischen Lasten zu befreien weiß, die auf uns drücken. Wie ein Luftballon hebt sie uns mit dem Ballast, der uns anhängt, in höhere Regionen, und läßt die verwirrten Irrgänge der Erde in Vogelperspektive vor uns entwickelt daliegen. Die muntersten wie die ernstesten Werke haben den gleichen Zweck, durch eine glückliche geistreiche Darstellung so Lust als Schmerz zu mäßigen.« [Goethe, in Dichtung und Wahrheit]
Was war ich während der ersten 40 % begeistert von dem Buch… Warum zieht es plötzlich nicht mehr? Warum breche ich es bei 66 % ab?
Das Kapitel in Florenz spielt das Motiv des Schelmenromans nun voll aus und weist in seiner Motivik - einen Mythos aufzubauen - starke Parallelen zu Umberto Ecos Baudolino auf.
Die Leere als Motor und wie daraus eine Fragestellung zur ästhetischen Form von Romanen entsteht, die sich allein aus ihrer Struktur speisen. Deren Plot in den Hintergrund tritt.